Quellen
Quellen gelten als Ursprung des Lebens und ziehen den Menschen seit jeher in ihren Bann.
Da ist es nicht verwunderlich, dass auch die Germanen eine besondere Beziehung zu Quellen hatten. Sie galten als Heimstätten von Göttinnen.
Aus den Quellen wurden Bäche, aus denen sich wiederum Seen und Flüsse speisten. Deshalb galt auch Wasser bei den Germanen allgemeinhin als etwas Heiliges, was sich auch noch lange in Volksbräuchen widerspiegelte.
Einer dieser Bräuche ist das Schöpfen von Quellwasser zum Vollmond im Frühjahr.
Das Wasser wurde langsam geschöpft – ein Moment, der nicht nur der Reinigung diente, sondern auch der Begegnung mit der Quellgöttin oder den dort wohnenden Wesen. Ein kleines Opfer, vielleicht ein Stück Apfel oder ein Zweig, wurde niedergelegt, ganz im Sinne des uralten Prinzips: Jede Gabe fordert Vergeltung.
Wir widmen diesem schönen Ritual ein Sondermotiv.